Die Geschichte von Fiedler Cases
Was als praktische Idee begann, ist heute für viele Musiker ein fester Bestandteil ihres Instrumentenkastens.
Unsere Geschichte
ca. 1983
Die Vorgeschichte
Eine ungewöhnliche Idee: Mit dem Cellokasten auf dem Rücken Fahrrad fahren
Mit 16 Jahren stellt sich Joachim Fiedler eine Frage: Wie kommt er mit einem Cellokasten auf dem Fahrrad zum Unterricht? Seine Lösung ist kreativ. Er biegt Fahrradspeichen zu D-Ringen, schneidet Griffplatten aus Konservendosen und befestigt damit ausgediente Auto-Sicherheitsgurte am Kasten. Die improvisierte Bastellösung ist der erste Schritt zu einem Thema, das ihn von da an viele Jahre begleiten wird: Ein Instrumentenkasten sollte sich bequem auf dem Rücken tragen lassen.
Joachim Fiedler mit rotem Cellokasten und einer frühen Version des Fiedler-Tragesystems. ca. 1980er–1990er
Der kreative Musiker
Am Anfang steht die Musik
Joachim Fiedler studiert Cello bei den besten ihres Fachs, darunter David Geringas und Wolfgang Böttcher. Er lebt den Alltag eines Profi-Musikers: Unterricht, Proben, Konzerte und die Wege dazwischen. Es bleibt nicht beim Musikmachen. Die Frage, wie sich ein Cello sicher und bequem transportieren lässt, lässt ihn nicht los. Nach und nach entstehen professionellere Lösungen.
Joachim Fiedler als Cellist – die musikalischen Wurzeln von FIEDLER. 1996
Ausprobieren und verbessern
Aus einer Idee wird das Tragesystem
Aus den selbstgebauten Tragehilfen entsteht ein durchdachtes Tragesystem. Eine entscheidende Ergänzung ist das Multifunktionskissen: Am Etui befestigt, bildet es eine stabile Auflage für die Rückenmitte und hält den Koffer auf Abstand zum Po und den Schultern. Daneben kann es abgenommen und als Sitzkissen verwendet werden. Es ist das Grundprinzip des FIEDLER‑Tragesystems: Gurtteil und Kissen als aufeinander abgestimmte Lösung.
Quellen [1]
Dank des Tragesystems kann man mit dem Cellokasten auf dem Rücken Fahrrad fahren. 1996
Es geht los
Aus der Idee wird ein Unternehmen
1996 gründet Joachim Fiedler in Berlin das Unternehmen FIEDLER Tragesysteme. Hier setzt er seinen Anspruch in die Tat um, Lösungen für den Transport von Instrumenten mit hohem technischen Verständnis, gleichzeitig aber mit dem Fachwissen eines Musikers zu finden und umzusetzen.
Das erste FIEDLER Firmenlogo. 1998
Ein neuer Ort
Die FIEDLER Werkstatt zieht um
1998 bezieht FIEDLER Tragesysteme neue Geschäftsräume in der Havelberger Straße 29. Es entsteht eine einzigartige Mischung aus Werkstatt und Verkaufsraum, mit Platz für Kammerkonzerte in intimem Rahmen. Die Atmosphäre des 100 Jahre alten Industriebaus begeistert alle Besucher.
Die FIEDLER Werkstatt in der Havelberger Straße 29 in Berlin. 1997 - 2000
Aus Erfahrung entwickelt
Ein System wächst mit den Erfahrungen seiner Nutzer
Das Tragesystem wird weiter verfeinert. Hüftgurt, Notentasche, ein variables "De-Luxe"-Kissen und ein Cellobrett kommen dazu. Dahinter stecken immer praktische Anforderungen: Optimale Gewichtsverteilung, Mitnahme von Noten, verbesserter Komfort. Das Fiedler Tragesystem wird umfangreicher und flexibler.
Quellen [1]
ca. 2000-2006
Neue Ideen
Das Tragesystem war nur der Anfang
Joachim Fiedler übernimmt den Vertrieb der Carbon-Etuis von ACCORD. Sie inspirieren ihn zu neuen Entwicklungen. Es entstehen Anti-Kippelfüße, eine Kombination aus Halsband und Halsklotz und ein System für die maßgefertigte Anpassung der Polsterauflagen. Für sicheres Reisen mit dem Cello entwickelt Fiedler das Flightcover SansSouci. Der modulare Geigenkasten TORTUGA bietet Platz für ein Instrument, Konzertkleidung und einen Notenständer.
Quellen [1][1] Fielder Katalog von 2006
+1ca. 2003–2004
Eine Idee mit Folgen
Der Magnetbogenhalter
Die intensive Bechäftigung mit Instrumentenkästen mündet in einer Erfindung mit ungeahnten Konsequenzen. Joachim Fiedler entwickelt einen einhändig bedienbaren Bogenhalter mit Magnetverschluss. Er wird 2006 vorgestellt. Das innovative Prinzip des Magnetverschlusses lässt ein enormes Potential erkennen. und führt 2007 zur Gründung von FIDLOCK.
Eine Idee mit Folgen
Die Geschichte hinter FIDLOCK beginnt bei FIEDLER.2006
10 Jahre FIEDLER
Ein Katalog erzählt, wie aus einer Idee ein Unternehmen wurde
Mit dem Jubiläumskatalog „10 Jahre FIEDLER-Tragesysteme 1996–2006“ dokumentiert Joachim Fiedler seine erfolgreiche Unternehmertätigkeit. Auf 28 Seiten zeigt er Tragesysteme, Instrumentenkästen, Zubehör und zahlreiche eigene Entwicklungen. Im Hintergrund geht die Arbeit an der Weiterentwicklung seines Magnetverschlusses weiter.
Quellen [1][1] Fiedler Katalog 2006
„10 Jahre FIEDLER-Tragesysteme 1996–2006“ – ein Zeitdokument. 2007
Ein neuer Abschnitt
Aus Fiedler Tragesysteme wird Fiedler Cases GmbH
Das Jahr 2007 markiert einen fundamentalen Einschnitt: Aus „FIEDLER Tragesysteme“ wird die „FIEDLER Cases GmbH“. Der Geiger Michael Vrzal übernimmt die Geschäftsführung, während Joachim Fiedler das Cello ganz beiseite legt und sich bei FIDLOCK voll und ganz der Magnettechnik widmet.
2013
Geigenkasten
FIEDLER BAGS Geigenkasten
Zusammen mit dem spanischen Hersteller BAGS entwickelt FIEDLER einen eigenen Geigenkasten. Joachim Fiedler steuert das Design der Schale bei, die bei BAGS in zahlreichen kräftigen Farbvarianten gefertigt wird. Die Rucksackgurte folgen der Philosophie des Fiedler Tragesystems.
2013
Musiker im Mittelpunkt
Gut sitzen, besser spielen
Bei der Messe Mondomusica in New York entdeckt Michael Vrzal die ergonomischen Musikerstühle von VIVO Adjustrite. FIEDLER übernimmt den EU-Vertrieb und erweitert damit sein Angebot um einen weiteren Bereich des musikalischen Alltags: ergonomisches Sitzen beim Musizieren. Die höhenverstellbaren Stühle lassen sich für den Transport zusammenfalten.
VIVO Adjustrite Musikerstühle mit Cello. 2016
Superleicht
Rokkomann Superlight Instrumentenkästen
FIEDLER Cases nimmt die SuperLight-Instrumentenkästen von ROKKOMANN ins Programm. Der Kontakt zum japanischen Hersteller entsteht bei der Mondomusica in Cremona. Die Etuis gehören zu den leichtesten ihrer Art und bieten clever Detaillösungen wie extragroße Notenfächer.
ROKKOMANN SuperLight Instrumentenkästen in verschiedenen Ausführungen. 2016
Instrumentenausstellung
Klanggestalten bei FIEDLER
FIEDLER ist regelmäßig Gast bei den Veranstaltungen von KLANGGESTALTEN. Im November 2016 wird die FIEDLER-Werkstatt in Berlin zum temporären Ausstellungsort für zeitgenössischen Geigen- und Bogenbau. Zahlreiche Musiker kommen nach Moabit, um in Ruhe Geigen, Bratschen und Celli sowie Bögen auszuprobieren und zu vergleichen.
„Klanggestalten bei FIEDLER“ - Ausstellung zeitgenössischer Geigen, Bratschen, Celli und Bögen. 2024
Eigenentwicklung
FIEDLER CARBONMETAL - Cellostachel aus Carbon und Metall
Mit CARBONMETAL entwickelt FIEDLER einen neuartigen Cellostachel. Die Konstruktion kombiniert einen Metallkern aus Kupfer, Titan oder Messing mit einer Kohlefaserbeschichtung. FIEDLER CARBONMETAL ist das Ergebnis von vielen Jahren intensiver Beschäftigung mit Stacheln und ihrem EInfluss auf den Klang.
+12025
Neuer Werkstoff
FIEDLER SONOWOOD - Kontrabassstachel aus Holz
Mit dem FIEDLER SONOWOOD Kontrabassstachel setzt FIEDLER auf einen ganz besonderen Holzwerkstoff. Um zu SONOWOOD zu werden, durchlaufen verschiedene heimische Hölzer ein Verdichtungsverfahren. Der resultierende besonders harte und resonante Werkstoff gilt als Alternative zu raren und geschützten Tropenhölzern im Instrumentenbau.
2026
Digitale Noten
FIDLOCK Tablet-Notenständer mit VACUUM-Technik
Mit dem FIDLOCK VACUUM iPad-Ständer präsentiert FIEDLER CASES die neueste Erfindung von Joachim Fiedler. Erstmals lässt sich so ein Tablet einhändig befestigen und auch wieder abnehmen - ideal für Musiker auf der Bühne. Der FIDLOCK LIGHTWEIGHT-Notenständer ist mit nur 680 g die ultraleichte Ausführung für praktische Mitnahme zur Probe oder zum Konzert.